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	<title>Ingrid Fischer-Schreiber &#187; Digital Communities</title>
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		<title>﻿Hu Yong: Bürgerjournalismus in China</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 10:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Text ist ein Exzerpt aus einem längeren Text und wird im Katalog zur Ars Electronica 2011 veröffentlicht. Hu Yong ist einer der Sprecher der Konferenz &#8220;public square squared &#8211; how social fabric is weaving a new era&#8221; (4. September 2011, Brucknerhaus Linz), die von Isaac Mao und David Sasaki kuratiert wird. Bürgerjournalismus in China [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Text ist ein Exzerpt aus einem längeren Text und wird im Katalog zur Ars Electronica 2011 veröffentlicht. Hu Yong ist einer der Sprecher der Konferenz &#8220;public square squared &#8211; how social fabric is weaving a new era&#8221; (4. September 2011, Brucknerhaus Linz), die von Isaac Mao und David Sasaki kuratiert wird.</em></p>
<p><em></em><strong>Bürgerjournalismus in China</strong></p>
<p><strong>Hu Yong</strong><em><br />
</em></p>
<p>In China existiert in der Praxis kein Mechanismus, der die Meinung  von Bürgern tatsächlich berücksichtigt und diese Meinung in den politischen Entscheidungsprozess einbringt. Außerdem kommt die Justizreform nur schleppend voran, und die chinesischen Medien unterliegen staatlicher Zensur. Das alles sind Faktoren, die dazu führen, dass Bürgerjournalisten und die von ihnen artikulierte öffentliche Meinung in der chinesischen Öffentlichkeit eine besondere und sehr prominente Rolle spielen. Ich unterscheide vier verschiedene Arten des Einflusses von Bürgerjournalismus auf die chinesische Politik und Gesellschaft.<span id="more-1675"></span></p>
<p><strong>1  Verantwortliche Politik</strong></p>
<p>Da das Internet weniger als andere Medien durch gesellschaftliche Normen und institutionalisierte politische Autorität eingeschränkt wird, hat die früher unsichtbare Meinung der Bürger dort einen extrem hohen Grad an Sichtbarkeit erlangt. Auch wenn die meisten Chinesen als Teil einer „stummen Mehrheit“ angesehen werden können &#8211; mit dem Internet haben sie eine Gelegenheit zur Meinungsäußerung bekommen und eine in ihren Augen für dieses Medium angemessene Vorgangsweise entwickelt. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, dass die „Netzbürger“ (netizens) versuchen, im Rahmen der Verfassung und anderer rechtlicher Bestimmungen die Machthaber zur Rechenschaft zu ziehen und in einer Gesellschaft, in der Funktionären bislang eine sehr privilegierte Sonderstellung zugebilligt wurde, langsam den Samen für eine politische Accountability zu säen.</p>
<p>Wenn die Netzbürger Politiker zur Rechenschaft zu ziehen versuchen, bedienen sie sich unter anderen einer Methode, die „Human Flesh Search“ 1 genannt wird. Bei einer „Human Flesh Search“ schließen sich User in Online-Communities zusammen, um die Hintergründe eines Ereignisses oder Details über eine Person zu recherchieren und diese Erkenntnisse dann zu veröffentlichen. In den letzten Jahren ist es bereits mehrmals vorgekommen, dass Funktionäre ihre Ämter zurücklegen mussten, weil das „Netzvolk“ mittels dieser Methode Skandale aufgedeckt hat.</p>
<p>Als im Oktober 2008 der Parteisekretär der Maritime Safety Administration der Stadt Shenzhen, Lin Jiaxiang, verdächtigt wurde, ein kleines Mädchen obszön belästigt zu haben, stellten Netzbürger ein Video, das ihn im Streit mit den Eltern des Kindes zeigt, ins Netz. In den Untertiteln des Videos (das Video selbst war ursprünglich ohne Ton) äußerte sich Lin Jiaxiang den Eltern gegenüber sehr überheblich, was bei den Netzbürgern auf großes Missfallen stieß und sie eine „Human Flesh Search“ starten ließ. Am 3. November wurde Lin vom Parteisekretariat des Transportministeriums all seiner Ämter innerhalb und außerhalb der Partei enthoben, weil seine in trunkenem Zustand gemachten Äußerungen in der Öffentlichkeit ein extrem schlechtes Image vermittelten.</p>
<p>Im Dezember 2008 wurde in Nanjing Zhou Jiugeng, der Chef des Wohnbauamtes des Bezirks Jiangning in Nanjing, seines Amtes enthoben, weil Fotos, die zeigten, wie er während eines Meetings extrem teure Zigaretten rauchte und eine Vacheron-Constantin-Uhr trug, von Netzbürgern veröffentlicht wurden. Am 10. Oktober 2009 wurde Zhou von einem Gericht Nanjing zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Der Fall Zhou Jiugeng ist ein Paradebeispiel für die Rolle, die die Netzbürger im Kampf gegen Korruption spielen.</p>
<p>Im November 2009 wurde der Generalstaatsanwältin Liu Lijie aus dem Arun Banner der Präfektur Hulunbeier in der Inneren Mongolei (einer der ärmsten Kreise in dieser autonomen Region) in Postings vorgeworfen, dass sie eine SUV-Luxuslimousine fuhr. Auch sie wurde später ihres Amtes enthoben.</p>
<p>Im Februar 2010 wurde das Tagebuch des Chefs der Tobacco Monopoly Administration der Stadt Laibin (Guangxi), Han Feng, im Netz veröffentlicht und löste einen wahren Sturm der Entrüstung aus. Nach den Tagebucheinträgen von Jänner 2007 bis Jänner 2008 zu schließen, bestand sein berufliches und privates Leben in erster Linie darin, zu trinken, sich mit Frauen zu vergnügen und Schmiergelder entgegenzunehmen. Er wurde sofort seines Amtes enthoben. Am 14. März beschloss das Parteikomitee des Autonomen Gebiets der Zhuang-Nationalität in der Provinz Guangxi, Han Feng seine Parteimitgliedschaft abzuerkennen und ihn sämtlicher öffentlichen Ämter zu entheben. Am 14. Dezember wurde er von einem Gericht in der Stadt Nanning (der Hauptstadt von Guangxi) wegen Annahme von Bestechungsgeldern zu 13 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 100.000 RMB (ca. 11.000 Euro) verurteilt.</p>
<p>Die schnelle Entwicklung des Internet und der damit einhergehenden neuen Kanäle zur freien Meinungsäußerung versetzen manche Funktionäre bereits in Angst und Schrecken. Ein Vertreter des Propaganda-Departments der Provinz Shaanxi bringt es auf den Punkt: „Früher, als es noch kein Netz gab, war alles in Ordnung. Sie haben das gesagt, was wir wollten, dass sie sagen.“2) Im April 2010 organisierte die Zeitschrift *People&#8217;s Tribune* (*Renmin luntan*, eine Tochterzeitschrift von *People&#8217;s Daily*) eine Umfrage zum Thema „Die Angst der Funktionäre vor dem Internet“. Dabei meinte der Sekretär eines Kreisparteikomitees: „Im Netz, wie es jetzt existiert, laufen die Funktionäre Gefahr, eine &#8216;schwache Gruppe&#8217; zu werden.“ 3) Das Ergebnis dieser Umfrage ergab, dass 70 Prozent der Befragten meinten, die chinesischen Funktionäre litten an „Internet-Angst“. Als das Umfragezentrum von *People&#8217;s Tribune* in einer Fragebogenaktion 300 Funktionäre aus Partei und Politik fragte, welche Kategorie von Funktionären die Kontrolle durch das Netz am meisten fürchteten, reihten 47 Prozent der Befragten „Funktionäre auf Kreisebene“ an die erste Stelle. Auch aus Interviews von Journalisten weiß man, dass leitende Funktionäre der Propaganda-Departments und Sekretäre von Kreisparteikomitees das Netz am meisten fürchten. 4)</p>
<p>Bei einer unter Netzbürgerns durchgeführten Umfrage gaben 71,5 Prozent der Befragten an, sie selbst würden am „Kampf gegen Korruption“ teilnehmen, und 77,5 Prozent würden, wenn sie auf „ungesunde Erscheinungen“ in der Gesellschaft stoßen, diese im Netz anprangern. Die Zeitung *Procuratorial Daily* (*Jiancha ribao*, eine Zeitschrift des Obersten Volksgerichtshofs) kommentiert das Umfrageergebnis folgendermaßen: „Von allen Nachrichtenmedien ist das Netz jene öffentliche Plattform zur Meinungsäußerung, die vergleichsweise am besten der sozialen Verantwortung nachkommt, die Öffentlichkeit als Kontrollinstanz bei der Korruptionsbekämpfung zu repräsentieren … das Internet stellt inzwischen eine machtvolle Waffe dar, wenn es darum geht, Bürokratismus, Formalismus und Korruptionserscheinungen wie das Ausnutzen von Machtpositionen für persönlichen Nutzen einzudämmen.“ 5)<br />
Im Internet hat die Allgemeinheit endlich einen öffentlichen Raum gefunden,  in dem sie sich relativ (angst)frei bewegen kann und wo sich Emotionen und Kritik Bahn brechen können. Dies erklärt auch, warum es in den chinesischen neuen Medien, verglichen mit anderen Medien, weniger „friedlich“ und „vernünftig“ zugeht. Und es ist auch ein Indiz dafür, dass dem Internet angesichts der speziellen politischen Verhältnisse, die in China herrschen, eine viel stärker politische Bedeutung zukommt.</p>
<p><strong>2 Informationspolitik</strong></p>
<p>Wer im Netz sachlich und wahrheitsgemäß Informationen publiziert, nimmt in gewissem Sinne die Rolle eines „Zeugen“ ein. Sehr oft dokumentiert ein solcher Zeuge nicht nur die „Wahrheit“ über ein Ereignis für die Nachwelt, sondern kann auch die Meinung des Volkes kristallisieren und die Lösung sozialer Probleme vorantreiben. Liu Wenjin schreibt: „In der jetzigen Gesellschaft ist die &#8216;Ur-Sünde&#8217; der Menschen nicht so sehr das Nichtwissen, sondern das &#8216;Schauen, ohne zu sehen&#8217;“ 6)<br />
Natürlich ruft in der gegenwärtigen chinesischen Gesellschaft die Hoffnung, dass Menschen wirklich „sehen“, bei manchen auch Angst hervor. Der Grund dafür liegt darin, dass in diesem „Sehen“ eine nicht zu unterschätzende Macht liegt: Es ist die Macht des „Augenzeugen“, der Erinnerung, des Sich-Umeinander-Kümmerns. In einem aufsehenerregenden „Lockvogel“-Skandal in Shanghai, in dem die Polizei involviert war, hat der Anwalt Hao Jinsong dem Richter Huang Jiang, der der Partei, die zu einer strafbaren Handlung provoziert wurde, mit den Worten „Sie müssen gehorchen!“ gedroht hatte, die berühmte Antwort gegeben: „Ich sage Ihnen: Alles, was Sie hier sagen, kann dank des Internet innerhalb von 24 Stunden die ganze Welt erfahren!“ 7 Fälle wie dieser zeigen, dass das Internet ein natürlicher Verbündeter der chinesischen Netizens ist, denn es erlaubt ihnen, ihre Testimonials im Prozess der Suche nach der Wahrheit hinter Ereignissen und der Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit so einzusetzen, dass sie die größtmögliche Wirkung entfalten können.</p>
<p>Sehr oft wird eine Information über ein aktuelles Ereignis zuerst von Netizens publiziert und dann erst von Printmedien und Fernsehen aufgegriffen. Bürgerjournalismus kann wie ein Barometer fungieren: Anhand der Reaktionen von Netizens kann man abschätzen, ob eine Neuigkeit von den Mainstreammedien weiterverfolgt wird oder werden soll. Hot Topics kommen oft auf die folgende Art und Weise zustande: Leute, die gewisse Informationen pushen wollen, kommentieren beharrlich auf einigen einflussreichen Webseiten Artikel mit hohen Zugriffswerten; diese Kommentare werden dann weitergeleitet, und sobald sie ein gewisses Momentum erreicht haben, schalten sich dafür empfänglichen traditionelle Medien ein und veröffentlichen Interviews und Hintergrundstorys. Dabei orientieren sie sich an den Kommentaren der User, und dadurch entstehen sehr schnell Synergien zwischen netzbasierten und traditionellen Medien.</p>
<p>Gleichzeitig bilden die Bürger-Medien auch einen Feedback-Mechanismus für traditionelle Medien und übernehmen die Rolle eines Verstärkers, aber auch eines „Mixers“. Über den Fall Sun Zhigang 8 berichteten zum Beispiel zuerst die traditionellen Medien der Provinz Guangdong, aber die vertiefte Berichterstattung und Analyse konzentrierte sich auf Webseiten wie Sina.com, sohu.com, people.com.cn, Xinhuanet.com. Hier arbeiteten netzbasierte und traditionelle Meiden Hand in Hand und formten so einen Konsens in der öffentlichen Meinung. Auch in einem anderen Fall haben zuerst Printmedien Zweifel an der offiziellen Darstellung angemeldet, die dann im Netz weiterverbreitet und gebündelt wurden. Durch eine enge Interaktion zwischen Print- und Online-Medien konnte sich eine partizipativere öffentliche Meinung herauskristallisieren.</p>
<p>Diese Informationspolitik hat das chinesische Medienökosystem bereits nachhaltig verändert. Vor 2003 waren die traditionellen und die sogenannten neuen Medien zwei vollkommen voneinander getrennte Welten, weil die traditionellen Medien die Berichterstattung in den neuen Medien nicht zur Kenntnis nahm. Aber in den Folgejahren wurde diese Trennung durchbrochen, und inzwischen besteht sehr oft eine fruchtbare Interaktivität zwischen den neuen Medien und den Mainstream-Medien: Gemeinsam veränderten sie die Form der Berichterstattung. Die relative Transparenz der neuen Medien führte dazu, dass auch die althergebrachten Nachrichteninstitutionen offener und interaktiver wurden.</p>
<p><strong><br />
3 Politik des Widerstands</strong></p>
<p>Im heutigen China fehlt es im Allgemeinen an wirksamen Kanälen für politische Partizipation und Interessenvertretung. In einem solchen Umfeld sind Personen und Institutionen, die ihre Interessen nicht verteidigen können, gezwungen, hoch riskante Methoden des Widerstands anzuwenden, um ihre Bedürfnisse zu artikulieren und Kompensation zu erlangen. China durchläuft im Moment einen noch nie dagewesenen Transformationsprozess, im Zuge dessen die Methoden des Widerstandes immer komplexere Formen annehmen.</p>
<p>Im Moment steht China am Anfang einer Ära, in der um „Rechte“ gerungen wird: Bauern, Arbeiter und die erst seit kurzem bestehende Mittelschicht kämpfen alle um ihre „Bürgerrechte“. Egal, um welche Gruppe es sich handelt: Der Kampf um ihre Rechte ist ohne den vollen Einsatz des Internet nicht vorstellbar. Das Internet spielt vor allem bei der Meinungsäußerung und beim Organisieren von Aktivitäten eine herausragende Rolle: Durch die relativ ungehinderte Meinungsäußerung verändert sich die kollektive Wahrnehmung und bildet einen Rahmen für kollektives Handeln. Fehlen diese Wahrnehmung bzw. dieser Bezugsrahmen, kann sich kollektives Handeln nur schwerlich herausbilden. Gleichzeitig kann über das Internet auch eine Resonanz in der öffentlichen Meinung ausgelöst und Unterstützung für eine gesellschaftliche Bewegung gewonnen werden.</p>
<p>Aber ein anderer Aspekt ist vielleicht noch wichtiger: Da in China zurzeit keine vollständig ausgebildete Zivilgesellschaft existiert und die formellen gesellschaftlichen Institutionen die Menschen nicht zu motivieren vermögen, kann das Internet genau diese Beschränkungen überwinden und mit einer „nicht-organisierten organisierten Kraft“ den Bürgern helfen, eine rationale, wirkungsvolle Aktivität zu entfalten.</p>
<p>Fälle von Widerstand stehen in China an der Tagesordnung, wobei einander Online- und Offline-Situationen oft aufschaukeln. Dies ist auch eine Warnung an die Regierung: Eine gesunde gesellschaftliche Ordnung braucht eine normale, institutionalisierte Governance; es dürfen die Bürger nicht gezwungen werden, die überall virulenten sozialen Widersprüche und Konflikte zu sehr ins Netz zu verlagern, wo sie zu „News“ werden, oder im Internet direkt mit höheren Führungsebenen Kontakt aufzunehmen, um eine Lösung zu finden.</p>
<p>Einige weise lokale Funktionäre haben bereits über ihre persönliche Erfahrung mit dem Internet einen für chinesische Verhältnisse tauglichen Weg gefunden, um auf unerwartete Ereignisse zu reagieren. Zum Beispiel will der Shanghaier Parteisekretär Yu Zhengsheng „über Fakten schnell und über Hintergründe vorsichtig berichten“. Er sagt: „Wie soll man mit öffentlichen Ereignissen umgehen? Erstens: Man muss schnell reagieren. Man muss eine Erklärung liefern. Bei großen Fällen, die die öffentliche Sicherheit berühren, muss man die Fakten schnell auf den Tisch legen. Bei schwerer Kritik an der Regierung muss man schnell reagieren, egal, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht. Jedenfalls braucht man eine Antwort, wenn die Regierung hinterfragt wird. Und wenn man keine Antwort hat, muss man zugeben, dass wir diese Fragen noch nicht analysiert haben und wir jetzt noch keine Antwort liefern können. Zweitens muss man sich von den Fakten leiten lassen. Drittens muss man den Schwerpunkt auf die Institutionen legen.“ 9</p>
<p>Auch der frühere Parteisekretär der Provinz Anhui, Wang Jinshan, meint: „Im Fall von Internet-Ereignissen funktioniert &#8216;Verstecken&#8217; auf keinen Fall; &#8216;blockieren&#8217; funktioniert auch nicht, und &#8216;hinausschieben&#8217; kann noch weniger die Lösung sein. Nimmt man eine negative Haltung ein, ist man immer in die Defensive; nur wenn man proaktiv handelt, kann man Führerschaft übernehmen. Zwei Dinge sind besonders wichtig: Erstens ist eine rasche Reaktion unumgänglich. Man muss gleich im ersten Moment die Nachricht aufgreifen und sich dazu äußern. Man muss lesen, was im Netz geschrieben wird, man muss dort Stellung beziehen. Man darf weder schweigen noch versuchen zu täuschen. Man muss sowohl schnell als auch umsichtig agieren. Zweitens muss immer die Lösung des Problems das Ziel sein. Man muss einerseits mithilfe des Internet versuchen, die Situation zu verstehen und wertvolle Informationen sammeln, andererseits muss man diese Informationen analysieren und wahr und falsch unterscheiden und den Netizens eine verantwortungsvolle Antwort liefern, sodass das Problem wirksam gelöst werden kann.“ 10</p>
<p><strong>4 Symbolische Politik</strong></p>
<p>Der Begriff „Symbolische Politik“ meint, durch den Einsatz von Symbolen und Narrativen einem Ereignis einen Rahmen zu geben und so die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Das Netz fördert ganz massiv die Produktion und Verbreitung von Bild-Symbolen. Daher setzen Aktivisten bei der Mobilisierung im Internet vor allem Bilder und digitale Videos ein, um dadurch eine mächtige symbolische Wirkung zu erzielen. Zum Beispiel kann die vorher erwähnte Politik des Widerstands wegen ihrer Radikalität und Dramatik sehr leicht im Netz Verbreitung finden und die Meinung der Netizens aktivieren. Wenn zu Beispiel im Zuge des Widerstandes schockierende Bilder oder Videos auftauchen, werden nicht nur die Ereignisse in zugespitzter Form berichtet, sondern es werden auch konstruierte Werte verbreitet. Zwischen aktuellen sozialen Bewegungen und den Medien besteht eine enge Beziehung, und bis zu einem gewissen Grad sind die solche gesellschaftlichen Bewegungen ihrem Wesen nach ein Medienkrieg. Das bedeutet aber auch, dass die „visuelle Mobilisierung“ einen zentralen Stellenwert innehat.</p>
<p>Zum Beispiel hat Qian Gang, ein Wissenschaftler der Hong Kong University, bei der Untersuchung der Informationsverbreitungskette bei einem berühmt gewordenen Fall von Selbstverbrennung – in der Stadt Chengdu (Provinz Sichuan) hat sich Tang Fuzhen als Zeichen des Widerstands gegen den gewaltsamen Abriss ihres Hauses am 13. November 2010 auf dem Dach ihres Hauses selbst verbrannt – herausgefunden, dass der Höhepunkt des Nachrichtenstroms einsetzte, nachdem das zentrale chinesische Fernsehen am 2. Dezember um 21.30 den Bericht „Tod einer Umgesiedelten“ ausstrahlte und ein Handy-Video von Tangs Selbstverbrennung zeigte. Dieser „Video-Effekt“ führte im Internet unmittelbar zu einer Explosion von Kommentaren zu der Selbstverbrennung. 11 Bei einem weiteren von Qian untersuchtem Fall von Selbstverbrennung in Yihuang 12 wurden ebenfalls Videos und Bilder der Selbstverbrennung ins Netz hochgeladen. Vor allem nachdem auf Mikroblog-Seiten Fotos von Zhong Rujiu, einer Angehörigen der betroffenen Familie, aufgetaucht waren und zeigten, wie sie von einigen Funktionären gewaltsam weggezerrt wurde, verbreitete sich die Nachricht sehr schnell und wurde zu einem viel diskutierten Ereignis.</p>
<p>Außerdem betreiben die chinesischen Netzbürger mit einer speziellen Form von „Satire“ eine „Fantasie-Rache“: In diesen Satiren wird den Machtlosen Macht verliehen und den Mächtigen die Macht entrissen. Als zum Beispiel 2009 die Netizens gegen die Installation einer Software namens „Grüner Damm“ („Green Dam Youth Escort“ 13) in jedem PC auf die Barrikaden stiegen, tauchten satirische Bilder, Videos und Songs auf, und fantasiereiche Netizens erfanden die Comic-Figur „Maid des Grünen Damms“: Diese Maid trug Armbinden mit der Aufschrift „Disziplin“ und einen Hut mit dem Emblem der „Flusskrabben“ (eine Anspielung auf die Internet-Zensur). In einem Arm hielt sie zwei glücksbringende Hasen (das Maskottchen des Grünen Damms), im andren einen Kübel mit Farbe, um die hässlichen Stellen im Internet zu übertünchen. Rund um diese Figur entstand mit Story, Song und verschiedenen Begleitprodukten wie T-Shirts und Spielen eine ganze Serie an Comicfiguren, ja, manche Netizens meinten ganz „stolz“, dass dies wahrscheinlich die erste chinesische Comicfigur sei, bei der kein Copyright verletzt wurde.</p>
<p>Obwohl der Bürgerjournalismus in der speziellen politischen und sozialen Situation Chinas eine so vielfältige und wichtige Rolle spielt, darf man nicht vergessen, dass die Entwicklung des chinesischen Bürgerjournalismus keineswegs glatt verläuft, sondern auf drei Arten von Hindernissen stößt: Journalisten werden von der chinesischen Regierung streng kontrolliert, was dazu führt, dass Bürgerjournalisten keinen legalen Status besitzen; Journalisten traditioneller Medien nehmen gegenüber den Bürgerjournalisten eine ausgrenzende Haltung ein, weil sie ihren eigenen Berufsstand schützen wollen; die Bürger setzen zu große Hoffnungen in die Bürgerjournalisten, wenn es um die Lösung von Problemen geht, was zu einem Glaubwürdigkeitsvakuum für die Bürgerjournalisten führen kann.</p>
<p><strong>Schluss</strong></p>
<p>Kann ein Augenzeuge, der keinen Presseausweis besitzt, Informationen im Netz verbreiten? In der speziellen chinesischen Medienlandschaft gibt es viele Menschen, die keine professionellen Journalisten, sondern mit Kamera und Blog/Mikroblog ausgerüstete Bürger sind, die in einer Zeit, in der die traditionellen Medien oft einen Maulkorb umgehängt bekommen, an Ereignisse von großer Tragweite teilnehmen.</p>
<p>Internet und Mobiltelefon führen dazu, dass wir alle, wo immer wir uns auch befinden, unser gesellschaftliches Umfeld beobachten und, wenn wir das Bedürfnis verspüren, unsere Sicht der Dinge, unsere Kritik oder Sorge in den öffentlichen Diskurs einbringen können. Die verschiedenen Formen vernetzter Öffentlichkeit bewirken, dass jeder einzelne über einen Kanal verfügt, wo er seine Meinung äußern, Fragen stellen oder recherchieren kann, ohne auf Medienorganisationen angewiesen zu sein. Es entstehen neue Formen der Dezentralisierung und Machtaufteilung, was wiederum neue Formen der Kontrolle, neue politische Diskussionen und Organisationen ermöglicht und Themen und Diskurse beeinflusst. Mit einem Wort: Die Menschen, die bislang lediglich Rezipienten waren, werden nun zu potenziellen Teilnehmern am politischen Dialog und potenzielle Akteure auf der politischen Bühne.</p>
<p>Diese Mobilisierung, dieser Aktivismus des „Netzvolkes“, die zurzeit in kleinem Maßstab stattfinden, können sich zu einer grundlegenden, breiten Forderung nach Respekt und Gerechtigkeit ausweiten. Daraus wird sich keine revolutionäre, sondern eine transformative Bewegung entwickeln, die sich für eine langsame Umgestaltung von Nation und Gesellschaft einsetzt und zum Wohlergehen der Gesellschaft insgesamt beiträgt.</p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p>
<p>1 Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Renrou_Sousuo</p>
<p>2 Zheng Tingxin: „Wenn der Schuldirektor auf den Kreischef trifft“, in: Southern People Weekly, 25. 1. 2008，http://www.infzm.com/content/4859</p>
<p>3 „Den Funktionären aus der Seele gesprochen: Im Netz sind die Funktionäre eine &#8216;schwache Gruppe&#8217;“, in: People&#8217;s Tribune, 6. 5. 2010, http://politics.people.com.cn/GB/1026/11535839.html</p>
<p>4 „Umfrage: Chef von Propaganda-Departments und Kreisparteikomitee-Sekretäre fürchten die Kontrolle durchs Netz am meisten“, in: People&#8217;s Tribune, 6. 5. 2010，http://politics.people.com.cn/GB/1026/11535806.html</p>
<p>5 „Für dreiviertel der Bürger ist das Netz für die Aufdeckung von Missständen. Die Korruptionsbekämpfung seitens der Bürger wartet auf Anerkennung durchs System“, in:  Procuratorial Daily, 11. 11. 2010, http://leaders.people.com.cn/GB/13185774.html</p>
<p>6 Liu Wenjin: „Wir sehen einander – Eindrücke nach der Verleihung des Simone-de-Beauvoir-Preises an Ai Xiaomin und Guo Jianmei“, in: 21st Century Review, April 2010, S. 121</p>
<p>7 Zitiert nach dem Blog von He Bing: „Richter Huang Jiang: Welchen Schaden haben Sie dem höchsten Gerichtshof zugefügt?“, 28. 10. 2009, http://blog.sina.com.cn/s/blog_486bea1a0100fam9.html</p>
<p>8 Auf dem Weg in ein Internet-Café wurde Sun Zhigang, ein Migrant in Guangzhou, von der Polizei aufgehalten und nach seinem Ausweis gefragt. Als Sun antwortete, er habe den Ausweis zuhause vergessen, nahmen ihn die Polizisten auf eine Polizeistation in der Nähe mit. Als sein Chef und Freunde am Tag darauf mit den notwendigen Papieren auftauchten, war Sun bereits in ein Anhaltelager für Obdachlose überstellt worden. Zwei Tage später, am 20. März, war er tot, das Opfer brutaler Schläge in der Krankenabteilung des Zentrums. Siehe: http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,458835,00.html#ixzz1Q5zPOpUo</p>
<p>9 „Yu Zhengsheng über den Aufbau der Partei in Shanghai: mit aller Kraft die Institutionen erneuern und die konkrete Arbeit vorantreiben“, in: Liberation Daily, 17. 11. 2009, http://sh.sina.com.cn/news/2009-11-17/0836122886.html</p>
<p>10 „Wang Jinshan: Wenn führende Funktionäre online gehen, dann ist es eine Art inoffiziellen Besuchs“, in: People&#8217;s Daily, 23. 11. 2009, http://leaders.people.com.cn/GB/10424980.html</p>
<p>11 Der berühmteste Fall von individuellem Widerstand des Jahres 2010 fand in der Familie Zhong in Yihuang (Provinz Jiangxi) statt. Drei Personen setzten sich im Zuge eines Konflikts am Morgen des 10. Septembers 2010 in Brand, als das Haus der Familie Zhong im Dorf Fenggang in Fuzhou im Kreis Yihuang demoliert wurde. Fotos, die von dieser Selbstverbrennung gemacht wurden, zirkulierten in Lichtgeschwindigkeit auf den wichtigsten chinesischen Webseiten, inklusive populärer Mikroblogs. Als über den Fall auf den Mikroblogs quasi „live“ berichtet wurde, versuchte jemand die führenden Politiker des Kreises Yihuang via Telefon und SMS zu warnen, aber es gelang nicht, die Aufmerksamkeit der Politiker zu gewinnen. Die Funktionäre hatten nicht vorausgesehen, dass dieser „Zwischenfall“ dank der Berichterstattung auf Mikroblogs zu einem öffentlichen Ereignis werden könnte. Sie wurden schließlich zur Verantwortung gezogen: Die Regierung der Provinz Jiangxi kündigte am 10. Oktober 2010 an, dass der Parteisekretär und andere leitende Funktionäre von Yihuang ihrer Ämter enthoben würden. Das war das erste Mal in den letzten Jahren, dass lokale Funktionäre für eine Zwangsdemolierung zur Rechenschaft gezogen wurden. Die Regierung der Stadt Fuzhou ordnete an, die Demolierung des Hauses der Familie Zhong zu stoppen.</p>
<p>12 Qian Gang: „Die Informationsverbreitungskette rund um Tang Fuzhens Selbstverbrennung“, in: Media Digest, 14. 1. 2010，http://www.rthk.org.hk/mediadigest/20100114_76_122514.html</p>
<p>13 Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Damm</p>
<p><em>Aus dem Chinesischen von Ingrid Fischer-Schreiber</em></p>
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		<title>(English) Artist and designer An Xiao looks at the intersection of the digital and analog in the 21st century.</title>
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		<title>Prix Ars Electronica &#8211; Digital Communities 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 15:29:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Kategorie &#8220;Digital Communities&#8221; des Prix Ars Electronica wurde dieses Jahr zum achten Mal ausgeschrieben, und zum achten Mal habe ich die Vorarbeiten und die Jurysitzung gemanagt &#8211; für mich eines der inspirierendsten Projekte überhaupt, und die Jury-Sitzungen sind mein jährliches Highlight. Die diesjährige Jury bestand aus Beatrice Achaleke (Wien), Graham Harwood (UK), Aaron Koblin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kategorie &#8220;Digital Communities&#8221; des Prix Ars Electronica wurde dieses Jahr  zum achten Mal ausgeschrieben, und zum achten Mal habe ich die Vorarbeiten und die Jurysitzung gemanagt &#8211; für mich eines der inspirierendsten Projekte überhaupt, und die Jury-Sitzungen sind mein jährliches Highlight.</p>
<p>Die diesjährige Jury bestand aus Beatrice Achaleke (Wien), Graham Harwood (UK), Aaron Koblin (US), Liu  Yan (China) und Tiago Peixoto (BR), der leider nur via Skype dabei sein konnte.</p>
<p>Wir hatten heuer so viele Nominierungen wie noch nie zuvor, dank unseres Netzwerkes von Beratern (wer heuer dabei war, ist<a href="http://new.aec.at/prix/de/jurorinnen/#digital-communities"> hier</a> gelistet) und rückblickend sind einige Trends festzustellen, sowohl bei den Nominierungen als auch bei den Einreichungen:</p>
<ul>
<li>Crowdfunding ist der Trend. Eingereicht wurden in erster Linie Crowdfunding-Plattformen aus dem Kreativ-Bereich, aber keine war so besonders innovativ, dass sie in die nähere Auswahl gekommen wäre.</li>
</ul>
<ul>
<li>Mapping-Projekte der verschiedensten Art waren gut vertreten, und ein paar haben es unter die letzten 15 geschafft.</li>
</ul>
<ul>
<li>Erstaunliche viele Projekte, die Minderheiten-Sprachen dokumentieren und bewahren wollen, haben eingereicht &#8211; sodass die Jury sogar anregte, eine eigene &#8220;Minority Languages&#8221;-Subkategorie einzurichten. Allerdings kam keines der Projekte ins Finale, auch wegen der Schwierigkeiten der Beurteilung und Abschätzung der tatsächlichen Relevanz.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ein weiterer Grenzfall sind künstlerische Projekte, die ein vorab definierte Laufzeit haben, innerhalb dieser Laufzeit aber mit starker Community-Beteiligung arbeiten. Auch diese Projekte fallen im Moment aus der Kategorie, auch hier muss Ars Electronica entscheiden, wie damit umgegangen werden und die Kategorien-Definition dafür geöffnet werden soll.</li>
</ul>
<ul>
<li>Klassische Digital-Divide-Projekte fielen fast ausnahmslos durch &#8211; die Jury hatte ein äußerst kritische Haltung gegenüber allen Projekten, die im weitesten Sinne einen &#8220;Entwicklungshilfe-Ansatz&#8221; zeigten. Projekte, hinter denen westliche NGOs stehen, die in Entwicklungskontexten operieren, hatten einen sehr schweren Stand: hier war ein gewisses Misstrauen zu spüren, ob ihres möglichen &#8220;neokoloniastischen&#8221; Ansatzes. Auch Projekte, die von Organisationen, Kommunen oder Regierungen initiiert wurden (die in der Kategorie aber sehr wohl ihren Platz haben und explizit eingeladen werden mitzumachen), fanden keine Gnade und wurden als &#8220;top down&#8221; ausgeschieden &#8211; was meines Erachtens aber gewisse Rahmenbedingungen in anderen politischen und kulturellen Kontexten außer Acht lässt.</li>
</ul>
<p>Eine spezielle Situation war dieses Jahr insofern gegeben, als rund um die &#8220;Arabischen Revolutionen&#8221; Social Media immer wieder als treibende Kraft dargestellt wurden und auch etliche Berater derartige Projekte bzw. involvierte Personen nominiert hatten, aber leider &#8211; aus nachvollziehbaren Gründen &#8211; keine Einreichungen kamen. Leider wurde auch ein japanisches Projekt, das Strahlungsdaten aus der Gegend um Fukushima erhoben hat, ausgeschieden. Das stellt die Frage, wie derartige Ad-Hoc-Communities in Zukunft zu behandeln sind &#8211; die Prix-Statuten für Digital Communities schließen sie ja fast aus (nur bereits bewährte Projekte, die ihre Nachhaltigkeit bewiesen haben, sollen berücksichtigt werden).</p>
<p>Eine Reihe von Projekten wurden auf nächstes Jahr &#8220;verschoben&#8221;, weil sie gerade erst gestartet hatten und noch zu unreif waren (PirateBox, Purpos/ed, Re-sourcing / Resourcement, SAD Surveillance Database, StorySpaces, Interactive Watershed, TinC, Todos somos dateros, Ubahnaufzug, witness labs).</p>
<p>Die Jury verbrachte dieses Jahr relativ viel Zeit damit zu klären, was eine Community überhaupt ausmacht und welche Kriterien anzuwenden sind.<br />
Hier die Fragen, die sich die Jury bei der Begutachtung stellte:</p>
<ul>
<li>What impact will/has the project create/ed within the specific context from which it emerged?</li>
</ul>
<ul>
<li> How will an award affect the project and the context from which it emerged?</li>
</ul>
<ul>
<li> How will the awarded project represented the best of the emerging trends and how does this reflect on Ars Electronica?</li>
</ul>
<ul>
<li> What is the project&#8217;s potential to remake and reflect on that community and its relations to other forms of power?</li>
</ul>
<ul>
<li> How critical and innovative were the modes of production, distribution and scalability of the project with the context from which it emerged?</li>
</ul>
<ul>
<li> How does the community become folded into technological design and production that enables contributions, participation and communication?</li>
</ul>
<p>Ein Dilemma dieser Kategorie besteht darin, dass einerseits Einreichungen aus den verschiedensten geografischen, sozialen, kulturellen Kontexten gewünscht werden, aber letztendlich (fast) nur jene Projekte eine Chance haben, die aus einem Kontext kommen, mit dem zumindest eines der Jurymitglieder vertraut ist, vor allem in sprachlicher Hinsicht. Ein Projekt wie &#8220;Bloody Maps&#8221; hätte ohne Jurymitglied mit chinesisch-sprachigem Background (fast) keine Chance &#8211; auch wenn es von Beratern nominiert ist. Deswegen ist bei Digital Communities die Zusammensetzung der Jury noch owichtiger als in den andren Kategorien, auf dass wenigstens die wichtigsten Weltgegenden  vertreten sind &#8211; was nur bedingt gelungen ist dieses Jahr.</p>
<p>Für 2012 müssen ein paar Punkte überdacht werden, die die Organisation und Einreichungsmodalitäten betreffen:</p>
<ul>
<li>Die Einreicher müssen präzisere Zahlen über ihre Projekte liefern (Timeline, User/Zugriffzahlen etc)</li>
</ul>
<ul>
<li> Die Frage, ob abgeschlossene Projekte, die aber über einen gewissen Zeitraum mit starker Community-Beteiligung stattfanden, Teil dieser Kategorie sein sollen oder nicht (betrifft in erster Linie künstlerische Projekte)</li>
</ul>
<ul>
<li> Ad-Hoc-Communities</li>
</ul>
<p><em>Meine vollkommen unstrukturierten Notizen von Schlagworten &#8230;</em><br />
//// code, ethnographic, computational culture, space, linking, information spreading, minority / majority, sustainability, social impact, limited resources, empowerment, criteria for measuring impact, profit for the group, originality, creativity, project context, activism, not only fun, diversity, minority cultures, language, gender, neo-colonialism, social good, sharing, transparency, open data, endangered, citizen, hacking, participation  ////</p>
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		<title>China Digital Times: Projekt &#8220;Grass-Mud Horse Lexicon&#8221;</title>
		<link>http://yingeli.net/2010/12/english-cdt-launches-the-grass-mud-horse-lexicon/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 06:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Digitale Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Community-based]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Communities]]></category>
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		<description><![CDATA[China Digital Times hat ein partizipatorisches Projekt gestartet: Das &#8220;Grass-Mud Horse Lexicon&#8221; (GMH Lexicon), ein Online-Glossar mit Termini, die chinesische Netz-User erfunden haben und die oft in politischen Online-Diskussionen auftauchen. 2009 hat das Phänomen des &#8220;Grass Mud Horse&#8221; einen Spezialpreis der Jury in der Kategorie &#8220;Digital Communities&#8221; des Prix Ars Electronica erhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://chinadigitaltimes.net/wp-content/uploads/2010/12/caonima.png"><img title="caonima" src="http://chinadigitaltimes.net/wp-content/uploads/2010/12/caonima.png" alt="caonima CDT Launches the Grass Mud Horse Lexicon" width="224" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://chinadigitaltimes.net/">China Digital Times</a> hat ein partizipatorisches Projekt gestartet: Das &#8220;<a href="http://chinadigitaltimes.net/space/Grass-Mud_Horse_Lexicon">Grass-Mud Horse Lexicon</a>&#8221; (GMH Lexicon), ein Online-Glossar mit Termini, die chinesische Netz-User erfunden haben und die oft in politischen Online-Diskussionen auftauchen.</p>
<p>2009 hat das Phänomen des &#8220;Grass Mud Horse&#8221; einen Spezialpreis der Jury in der Kategorie &#8220;Digital Communities&#8221; des Prix Ars Electronica erhalten.</p>
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		<title>(English) Get It Louder 2010: Sharism Forum, Shanghai, October 22</title>
		<link>http://yingeli.net/2010/09/english-get-it-louder-2010-sharism-forum-shanghai-october-22/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 12:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leider ist der Eintrag nur auf 中文 und English verfügbar.]]></description>
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		<title>(English) Sharism Shareholder Meeting in Shanghai</title>
		<link>http://yingeli.net/2010/09/english-sharism-shareholder-meeting-in-shanghai/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 14:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ist der Eintrag nur auf <a href="http://yingeli.net/zh/tag/digital-communities/feed/">中文</a> und <a href="http://yingeli.net/en/tag/digital-communities/feed/">English</a> verfügbar.</p>
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		<title>Get It Louder! 2010： Sharism</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 11:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The theme of 2010 Get It Louder is SHARISM. As the time of internet, SHARISM is a new thought in the society. It advocates using the power of Social Media. Every individual unit can share knowledge, culture, art, education, business, politics and beliefs. There is no such a border between different society and communities. It [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">The theme of 2010 Get It Louder is SHARISM. As the time of internet, SHARISM is a new thought in the society. It advocates using the power of Social Media. Every individual unit can share knowledge, culture, art, education, business, politics and beliefs. There is no such a border between different society and communities. It changes the traditional society which only contains private and public. This kind of old organizing framework has been changed through SHARISM. Every single unit can share and gain knowledge from others. It develops the strong Social Brain and Cloud Intelligence. SHARISM provides the development of humanity. Meanwhile, it breaks down social domination and evolves a new social phenomenon.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">During these years, new social communication flat, such as Flick, Facebook and Twitter, are created increasingly. At the same time, some juristic tool, Creative Commons, have been widely diffused. The new personal 2.0 network appears in the society. All of these creation and develops make an aggregation of human intelligence. They even rebuild the social trust and the relationship among people. Meanwhile, they reform the diffuse way of traditional media. They are not only influenced the pattern of global politics, but also set up a fresh business mode. As one of the most active human intelligence, cultures and arts need to respond towards this worldwide trend. As the new brand of Chinese exhibitions, 2010Get It Louder will show a comprehensive understanding of this new SHARISM.</div>
<div>Auch 2010 wird wieder das Festival <a href="http://www.getitlouder.com/">Get It Louder</a> in Beijing &#8211; und ein Teil davon, nämlich das Sharism-Forum, in Shanghai &#8211; stattfinden. Kuratoren der Auflage 2010 sind: Ou Ning, Aric Chen, Fu Xiao Dong, Ying Ling, Eric Abrahamsen und Jiancui. Das Festival steht unter dem Thema &#8220;Sharism&#8221; &#8211; und das freut mich ganz besonders für meinen guten Freund Isaac Mao, der diesen Begriff geprägt hat und seine ganze Energie in die Verbreitung dieser &#8220;Philosophie&#8221; steckt.</div>
<div>In Shanghai sind wir gerade dabei, eine passende Location für das hiesige Forum zu finden &#8230;</div>
<div><span id="more-1163"></span></div>
<div>The theme of 2010 Get It Louder is SHARISM. As the time of internet, SHARISM is a new thought in the society. It advocates using the power of Social Media. Every individual unit can share knowledge, culture, art, education, business, politics and beliefs. There is no such a border between different society and communities. It changes the traditional society which only contains private and public. This kind of old organizing framework has been changed through SHARISM. Every single unit can share and gain knowledge from others. It develops the strong Social Brain and Cloud Intelligence. SHARISM provides the development of humanity. Meanwhile, it breaks down social domination and evolves a new social phenomenon.</div>
<div>During these years, new social communication flat, such as Flick, Facebook and Twitter, are created increasingly. At the same time, some juristic tool, Creative Commons, have been widely diffused. The new personal 2.0 network appears in the society. All of these creation and develops make an aggregation of human intelligence. They even rebuild the social trust and the relationship among people. Meanwhile, they reform the diffuse way of traditional media. They are not only influenced the pattern of global politics, but also set up a fresh business mode. As one of the most active human intelligence, cultures and arts need to respond towards this worldwide trend. As the new brand of Chinese exhibitions, 2010Get It Louder will show a comprehensive understanding of this new SHARISM.</div>
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		<title>(English) Take This Blog and Shove It!  When utopian ideals crash into human nature—sloth triumphs.</title>
		<link>http://yingeli.net/2010/08/english-take-this-blog-and-shove-it-when-utopian-ideals-crash-into-human-nature%e2%80%94sloth-triumphs/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 01:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ist der Eintrag nur auf <a href="http://yingeli.net/en/tag/digital-communities/feed/">English</a> verfügbar.</p>
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		<title>China Internet Research Conference 2010</title>
		<link>http://yingeli.net/2010/06/english-china-internet-research-conference-2010/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 13:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum ersten Mal wird die jährliche China Internet Research Conference CIRC in China veranstaltet, an der School of Journalism and Communication der Beijing University. Thema: Internet and Modernity with Chinese Characteristics: Institutions, Cultures and Social Formations. Mehr: circ.asia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum ersten Mal wird die jährliche China Internet Research Conference CIRC in China veranstaltet, an der School of Journalism and Communication der Beijing University. Thema: Internet and Modernity with Chinese Characteristics: Institutions, Cultures and Social Formations.</p>
<p>Mehr: <a href="http://circ.asia/description/">circ.asia</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>(English) D-Lib Magazine: Digital Libraries in China</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yingeli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Digital Communities]]></category>
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		<description><![CDATA[Le N° de mai/juin de D-Lib Magazine est consacré aux bibliothèques numériques en Chine. L’éditorial met l’accent sur le rôle de plus en plus important que la Chine devrait jouer dans ce domaine, compte tenu de la taille des projets, du nombre d’universités et de groupes de recherche et de l’étendue de la culture chinoise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Le N° de mai/juin de D-Lib Magazine est consacré aux bibliothèques numériques en Chine. L’éditorial met l’accent sur le rôle de plus en plus important que la Chine devrait jouer dans ce domaine, compte tenu de la taille des projets, du nombre d’universités et de groupes de recherche et de l’étendue de la culture chinoise qui reste à être numérisé. Même si l’obstacle de la langue est réel, il devrait s’atténuer en raison des échanges plus étroits entre la Chine et les autres pays.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Un article (1) parmi les 4 articles de ce N° spécial présente un panorama des bibliothèques nationales et décrit leurs récents développements.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Les premières initiatives ont démarré dans le milieu des années 90 avec une série d’études et de projets-pilotes. Au début des années 2000, un certain nombre de projets nationaux ont été proposés individuellement par la bibliothèque nationale de Chine, la bibliothèque nationale des sciences et des technologies, la bibliothèque nationale des sciences et la bibliothèque académique de Chine. Ils ont été approuvés par les autorités et conduits au stade de l’implémentation.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ces projets nationaux sont toujours en cours et les défis actuels sont du domaine de l’application : la construction de ressources, la conception d’offres de services… Certaines universités et entreprises ont également entamé la création de leurs bibliothèques numériques. Ces projets de taille plus modeste pourront bénéficier à l’ensemble de la Chine.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">L’article conclut qu’après plus de dix ans de recherche et d’expérimentation et avec le soutien du gouvernement chinois, les bibliothèques numériques, ont réalisé de grands progrès. De nombreuses bibliothèques numériques nationales, régionales, privées, ont été mises en place. Une compréhension commune de l’architecture globale des systèmes de bibliothèques numériques a été atteinte. Les problèmes actuels résident dans le manque de coordination et de coopération au niveau global, le besoin de standards ouverts et interopérables et la protection des droits de propriété intellectuelle.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Les 3 autres articles de ce N° de D-Lib Magazine, plus spécifiques mais non techniques, portent sur : le projet de bibliothèque nationale numérique, la bibliothèque numérique nationale de science et technologie de Chine, la construction du système d’information de bibliothèque numérique universitaire de nouvelle génération.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">par Elisabeth Caillon</div>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', Geneva, Arial, Helvetica, SunSans-Regular, sans-serif; line-height: 18px;"> </span></p>
<p style="font-family: 'Trebuchet MS', Geneva, Arial, Helvetica, SunSans-Regular, sans-serif; line-height: 18px; color: #000000; padding-right: 20px;"><span style="font-family: Georgia, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif;"><span style="line-height: 19px;"><span style="font-family: 'Trebuchet MS', Geneva, Arial, Helvetica, SunSans-Regular, sans-serif;"><span style="line-height: 18px;"><br />
</span></span></span></span></p>
]]></content:encoded>
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