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“Maker in China”-Plattform

Quelle: http://it.people.com.cn/n1/2016/0505/c1009-28328129.html

Die vom Information Center des Ministry of Industry and Information Technology 工信部信息中心 eingerichtete Plattform Maker in China 创客中国 feierte am 5. 5. 2016 ihren ersten Geburtstag. Die Plattform nutzt Cloud Computing, 3D-Druck und offene Soft- und Hardware, um die chinesischen Maker online und offline mit der Industrie zu vernetzen. Die wichtigsten Funktionalitäten der Plattform umfassen Wettbewerbe, Crowdsourcing, Crowdfunding und eine Maker-Universität.

2015 haben mehr als zehn große Firmen (u. a. Vanward, Midea, Bear, Hai’er, Intel, ZTE und Huawei) die Crowdsourcing-Dienste in Anspruch genommen und damit 10.000 Klein- und Kleinst-Betrieben, die Elektrogeräte, Drohnen oder Energiespartechnologien produzieren, sowie 50 Makerspaces und 10.000 Makern eine Unternehmens-Cloud zur kollaborativen Produktion zur Verfügung gestellt.

Die wichtigsten Offline-Aktivitäten von „Maker in China“ waren 2015 Maker-Wettbewerbe in Shanghai und Guangzhou, an denen mehr als 40 Maker-Gruppen und 1.500 einzelne Maker teilnahmen. Insgesamt wurden mehr als 700 innovativer Projekte in elf Kategorien, u. a. Wearables, Roboter und 3D-Druck, eingereicht und einige der prämierten Projekte haben bereits Industriepartner gefunden.

2016 soll die Personalisierung und flexible Produktion mittels 3D-Druck und Cloud-Design gefördert werden. Auf der Plattform sollen 1000 3D-Drucker vernetzt werden und 3D-Druck-Funktionalitäten auf Industrieniveau zur Verfügung stellen. Durch solche Online-Dienste sollen neue Formen des kollaborativen Manufacturing ausgelotet werden. Man will eruieren, wie via Internet-gestützter Erhebung der Nachfrage, via Cloud-Design und distribuiertem 3D-Druck neue Modelle der kollaborativen Produktion entwickelt werden können.

Durch die Errichtung von Maker-Labs soll die kollaborative Produktion zwischen Großbetrieben und Klein- und Kleinstbetrieben gefördert werden. Es ist geplant, zwei große repräsentative Firmen auszuwählen und deren eigene Innovationsplattformen mit der Maker-Dienstleistungsplattform zu verschalten. Mit Crowdsourcing will man herausfinden, welcher Bedarf in Einkauf, Herstellung und Verkauf besteht und die Produktionskraft und sozialen Innovationsressourcen, die typisch für Maker und Klein- und Kleinstbetreibe sind, mit den Innovationsbedürfnissen von Großbetrieben koordinieren. Damit soll die effiziente Koordinierung von sozial diversifizierten Produktionsressourcen beschleunigt und die integrative Fähigkeit der Supply-Chain-Ressourcen gestärkt werden, sodass sich Großbetriebe und Maker bzw. Klein- und Kleinstbetriebe koordiniert entwickeln können.

Die „Maker in China“-Wettbewerbe sollen Grassroot-Technologien und neue Produkte, die in Communities, Firmen und Expertenkreisen entwickelt werden, sichtbar machen. Außerdem sollen die Gewinnerprojekte über die Plattform promotet werden, sodass sie sich über die Crowd finanzieren können. Damit erhielten auch Maker und Klein- und Kleinstbetriebe Zugang zu Investitionen, die ihnen von klassischen Banken versagt bleiben.

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