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Xi Jinping über Literatur und Kunst

XI Jinping hielt am 15. 10. 2014 eine viel beachtete Rede über die Rolle der Kunst vor führenden Kunst- und Literaturschaffenden und Propaganda-Funktionären, deren Wortlaut allerdings erst mit einem ganzen Jahr Verspätung, am 14. 10. 2015, veröffentlicht wurde. Diese Tatsache hat so manchen Kulturschaffenden darin erinnert, dass auch Maos Rede über die politische Funktion von Kunst beim Yan‘an Forum über Literatur und Kunst im Jahr 1942, die den Startschuss für die sogenannte Ausrichtungskampagne 延安整风运动 bedeutete, ein Jahr später veröffentlicht wurde. In dieser ersten ideologischen Massenkampagne der KPCh wurden liberale Intellektuelle gezwungen, Sprachrohre der Partei zu werden.

In dieser Rede spricht Xi fünf Fragen an, zu denen er die Meinung der geladenen Kunst- und Literaturschaffenden hören wollte. Hier sind die wichtigsten Passagen übersetzt.

Die erste Frage: Um die große Erneuerung der chinesischen Nation zu verwirklichen, muss die chinesische Kultur blühen und gedeihen.

Warum ist es so wichtig, die Rolle von Kunst und Literatur wertzuschätzen? Diese Frage muss im Kontext der großen Entwicklungstendenzen in China und der Welt gesehen werden. Wie ich gesagt habe: Die große Erneuerung der chinesischen Nation ist seit jeher ein Traum des chinesischen Volkes. Heute sind wir diesem Ziel näher als je zuvor in der Geschichte, und wir haben mehr Vertrauen in die Erreichung dieses Ziels als je zuvor. Um dieses Ziel auch tatsächlich zu verwirklichen, müssen wir die Rolle der Kunst- und Literatur voll zur Geltung bringen.

Die Kultur ist eine wichtige Triebkraft für die Existenz und Entwicklung eines Volkes. Jeder Entwicklungssprung der Menschheit, jede Verfeinerung der Zivilisation ging einher mit einem historischen Fortschritt auf kulturellem Gebiet. China kann auf eine 5000-jährige Zivilisationsgeschichte zurückblicken, und vor der Moderne war China immer eine der Großmächte. Im Zuge dieser Jahrtausende langen Geschichte durchlief das chinesische Volk viele Auf und Abs und sah sich mit unendlich vielen Schwierigkeiten konfrontiert, aber wir haben sie alle überwunden. Das war vor allem deswegen möglich, weil das chinesische Volk eine charakteristische, umfassende chinesische Kultur entwickelt hat, die eine geistige Stütze bei der Überwindung all dieser Schwierigkeiten bot.

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Die Geschichte und die Realität zeigen, dass das chinesische Volk über eine starke kulturelle Schaffenskraft verfügt. […] Die chinesische Kultur entwickelte sich in Einklang mit den jeweiligen Gegebenheiten, wobei sie aber immer an ihrer Wurzel festhielt. Dadurch konnte das chinesische Volk sein nationales Selbstvertrauen und seine große Selbstheilungskraft wahren und gemeinsame Gefühle und Werte, gemeinsame Ideale und einen gemeinsam Geist herausbilden. Ohne eine blühende chinesische Kultur wäre die große Erneuerung des chinesischen Volkes nicht möglich. Die Erneuerung eines Volkes erfordert große materielle, aber auch große geistige Kraft. Ohne die aktive Führung durch eine fortschrittliche Kultur kann das Volk keinen geistigen Reichtum verwirklichen, kann die geistige Kraft des Volkes nicht wachsen. Dann kann ein Land, ein Volk nicht emporragen im Wald der Völker dieser Erde.

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Partei und Volk treiben den Sozialismus mit chinesischen Charakteristika Schritt um Schritt voran, und zwar im Einklang mit den beim 18. Parteitag festgelegten Zielen und den bei der dritten Plenarsitzung des 18. Zentralkomitees definierten Reformaufgaben. Die Verwirklichung der Ziele „zweimal hundert Jahre“, die Realisierung des chinesischen Traums von der großen Erneuerung des chinesischen Volkes sind langfristige, große Aufgaben. Solch große Aufgaben erfordern auch einen großen Geist. Um diese große Aufgabe zu verwirklichen, spielen Kunst und Kultur eine unersetzliche Rolle, den Kunst- und Literaturschaffenden kommt eine zentrale Funktion zu. Die Kulturschaffenden sollten von diesem Standpunkt ihre Rolle in Literatur und Kunst betrachten sowie ihre Verantwortung und historische Mission wahrnehmen.

Lu Xun hat einst gesagt: Um die geistige Welt des chinesischen Volkes zu verändern, müsse man vor allem Kunst und Kultur voranbringen. Die Fahne des Geistes hochhalten, eine geistige Stütze errichten, eine geistige Heimat einrichten – all das ist ohne Kunst und Kultur nicht möglich.

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Die zweite Frage: Künstlerisches Schaffen muss sich der hervorragenden Werke der Zeit würdig erweisen

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Seit der Öffnung und Reform weht ein frischer Wind durch das künstlerische Schaffen, und es entstand eine Vielzahl von hervorragenden Arbeiten, die dem Geschmack der Massen entsprechen. Gleichzeitig darf man aber nicht übersehen, dass in Kunst und Literatur auch das Phänomen von „Qualität ohne Qualität“ und „hohe Plateaus“ ohne „hohe Gipfel“ existiert. Es besteht das Problem des Plagiats, der Imitation und der Stereotypen, der mechanischen Produktion, des Fastfood-mäßigen Konsumierens. […] Kunst und Literatur dürfen nicht im Strudel der Marktwirtschaft ihre Richtung verlieren, sie dürfen nicht aufgrund der Frage „Für wen?“ Abweichungen akzeptieren, denn dann würde Kunst und Literatur ihre Lebenskraft fehlen.

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Vulgarität ist nicht Popularität, Leidenschaft ist nicht Hoffnung, rein sinnliches Vergnügen ist nicht gleich geistige Freude. […] Der Grund, warum ausgezeichnete Werke ausgezeichnet sind, liegt in ihrer gedanklichen Tiefe, in ihrer künstlerischen Qualität, in ihrer herausragenden Gestaltung.

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Wir müssen am Prinzip „Lasst hundert Blumen blühen und hundert Schulen miteinander wetteifern“ festhalten. Wir müssen akademische und künstlerische Demokratie fördern; wir müssen eine positive, gesunde, entspannte und harmonische Atmosphäre schaffen. Wir müssen Diskussionen zwischen verschiedenen Standpunkten und verschiedenen Gedankenschulen fördern. Wir müssen dafür eintreten, dass sich Gattungen, Themen, Formen und Methoden voll entfalten können. Wir müssen die gegenseitige Anerkennung und Reflexion von Ideen, Inhalten, Stilen und Schulrichtungen fördern. Unsere nationalen Minderheiten sind Meister im Singen und Tanzen und haben im Lauf der Zeit eine Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen hervorgebracht. Das ist ein Schatz, der behütet und weiterentwickelt werden muss, sodass sie im Chor der Kunst und Literatur unseres Landes eine noch schönere Stimme erklingen lassen können.

Um Kunst und Literatur zur vollen Entfaltung zu bringen und Innovation anzustoßen, braucht es viele herausragende Literatur- und Kunstschaffende, die sich sowohl in ihrer Tugend als auch in ihrer Kunst auszeichnen. Um unsere Literatur- und Kunstschaffenden prominenter platzieren zu können, müssen wir eine Reihe einflussreicher, führender Kunstschaffender hervorbringen. Literatur und Kunst gibt den Menschen Orientierung, was ihre geistige Werte betrifft, aber auch ästhetische Inspiration. Das geistige, professionelle und moralische Niveau von Kunstschaffenden ist die Basis dafür. Literatur- und Kunstschaffende müssen ihre künstlerischen Ideale hochhalten, sie müssen ständig an ihrem Wissen, ihrer Selbstkontrolle und Kultivierung arbeiten. Sie müssen an ihrer ideologischen Basis arbeiten, sie müssen Wissen sammeln, ihre kulturelle Kultivierung und ihr künstlerisches Training vertiefen. […] Sie brauchen nicht nur ein hohes professionelles, sondern auch ein hohes menschliches Niveau und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl. In einer sich entwickelnden sozialistischen Marktwirtschaft müssen sie außerdem die Beziehung zwischen Gerechtigkeit und Profit handhaben können; sie müssen die gesellschaftliche Wirkung ihrer Werke ernsthaft hinterfragen; sie müssen künstlerische Qualität und Tugend hochhalten, der Nachwelt Sittlichkeit vermitteln, der Welt Schönheit und Tugend präsentieren und einen hohen professionellen Anspruch an sich selbst stellen. Sie sollen ein positives gesellschaftliches Bild vermitteln und mit ihren in Ausdruck und Qualität glänzenden Werken die Herzen der Menschen erobern.

Internet-Technologie und neue Medien haben die Bedingungen für Literatur und Kunst verändert und eine Reihe neuer Kunstformen hervorgebracht. Künstlerische Ideen und Praktiken erfuhren tiefgreifende Veränderungen. Die Digitalisierung von Texten, die „Verbilderung“ von Büchern und das Lesen im Netz usw. führten zu einer gewaltigen Transformation in Literatur und Kunst, ja, sogar in der sozialen Kultur. Es muss Bedacht genommen werden auf diese neuen Umstände, es muss die Literatur- und Kunstproduktion im Netz gut gemanagt und die positive Lenkung verstärkt werden. In den letzten Jahren sind unzählige private Kunstateliers, Agenten, kulturelle Communities im Internet und andere neue kulturelle Organisationen aus dem Boden geschossen. Internet-Literaten, Vertragsautoren, freie Autoren, unabhängige Produzenten, unabhängige Sänger und Schauspieler, freie bildende Künstler und andere Kulturschaffenden sind äußerst aktiv. Vielleicht befindet sich unter ihnen auch ein zukünftiger Star. In der Vergangenheit sind in China wie im Ausland viele berühmte Künstler aus dem Volk, aus der Gesellschaft gekommen. Wir müssen unseren Arbeitsradius vergrößern, unsere Beziehungen ausbauen und diese Künstler mit einem ganz neuen Blick betrachten und sie mit ganz neuen Taktiken und Methoden solidarisieren, einbeziehen und sie dahin führen, dass sie eine Kraft werden, die die sozialistische Literatur und Kunst bereichert.

3. Frage: Ein künstlerisches Schaffen anleiten, wo das Volk im Mittelpunkt steht

Sozialistische Literatur und Kunst sind ihrem Wesen nach eine Literatur und Kunst des Volkes. Mao Zedong hat in seiner Rede von Yan‘an betont: „Die Frage „für wen?“ ist eine grundlegende Frage, ist eine Frage des Prinzips.“ Genosse Deng Xiaoping sagte: „Unsere Literatur und Kunst gehört dem Volk“, „das Volk ist die Mutter der Literatur- und Kunstschaffenden.“

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Damit Literatur und Kunst die Bedürfnisse des Volkes widerspiegeln können, müssen sie dem Volk dienen, sie müssen dem Sozialismus dienen. Dies ist die grundlegende Richtung. Dies ist auch die grundlegende Forderung der Partei an die künstlerische Front, sie ist auch der zentrale Punkt, der über die Zukunft von Literatur und Kunst unseres Landes entscheiden wird. Nur wenn wir entschlossen eine marxistische Auffassung von Literatur und Kunst vertreten und das Volk wirklich zum Mittelpunkt machen, kann sich die große positive Energie von Literatur und Kunst entfalten. Ausgangspunkt für jedes künstlerische Schaffen muss es sein, dass das Volk im Mittelpunkt steht und seine geistig-kulturellen Bedürfnisse befriedigt werden. Es muss das Volk zum Subjekt künstlerischen Ausdrucks werden; es muss das Volk zum Kenner und Kritiker des ästhetischen künstlerischen Schaffens werden. Dem Volk zu dienen muss die Pflicht der Literatur- und Kunstschaffenden sein.

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Literatur und Kunst brauchen das Volk. Das Volk ist die Quelle des lebendigen Wassers für literarisches und künstlerisches Schaffen. Sobald es sich vom Volk entfernt, sind Literatur und Kunst wie entwurzelte Wasserlinsen, wie grundloses Ächzen, wie eine seelenlose Körper.

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Ob man herausragende Werke schaffen kann oder nicht, hängt grundlegend davon ab, ob man für die Menschen schreibt, ob man die Gefühle der Menschen trifft, ob man dem Denken der Menschen Ausdruck verleiht. Alle künstlerischen Werke, die aus der Masse herausstechen und der Nachwelt überliefert werden, reflektieren die Bedürfnisse einer Zeit, das Denken der Menschen.

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Man darf nicht die eigenen Empfindungen an die Stelle der Empfindungen der Menschen stellen, sondern muss bescheiden von den Menschen lernen, vom Leben lernen und seine Nahrung aus der großartigen Praxis des Volkes, aus der Vielfalt des Lebens beziehen. Man muss beständig seine künstlerische und Lebenserfahrung vertiefen und Schönes entdecken, Schönes schaffen. Wir müssen uns immer um das Wohlergehen der Menschen kümmern und die so breit gefächerten Gefühle der Menschen in unsere eigenen Pinselstriche einfließen lassen; wir müssen den Kampf der Menschen preisen; wir müssen die schönsten Charaktere zeichnen und das Streben der Menschen nach einem guten Leben bestärken.

[…]

Wenn Literatur- und Kunstschaffende Erfolg haben wollen, müssen sie bewusst im Gleichklang mit den Menschen atmen, ihr Schicksal teilen und ihre Herzen mit denen der Menschen verbinden. Sie müssen die Diener des Volkes sein. Das ist der einzige korrekte Weg, und das ist auch das größte Glück der Kulturschaffenden.

„Das Volk lieben“ ist kein Slogan, sondern eine sehr rationale Erkenntnis und eine praktische Herangehensweise. Sie müssen die Menschen aus ganzem Herzen und nachhaltig lieben. Sie müssen verstehen, dass das Volk der Urheber der Geschichte ist. Sie müssen sich tief in die Massen begeben und ernsthaft die kleinen Schüler des Volkes werden.

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Kunst vermag der Fantasie Flügel verleihen, aber sie muss trotzdem fest am Boden verwurzelt sein. Es gibt unzählige künstlerische Methoden, aber die grundlegendste Methode besteht darin, im Volk verwurzelt zu sein, im Leben verwurzelt zu sein.

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Wir sollten das Leben mit einer realistischen Haltung und romantischen Gefühlen betrachten, mit dem Hellen das Dunkle vertreiben, mit dem Guten das Böse bekämpfen, sodass die Menschen erkennen, dass das Schöne, die Hoffnung, der Traum direkt vor ihnen liegt.

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Ein gutes Kunstwerk sollte der Kritik des Volkes, der Spezialisten und des Marktes standhalten. Es sollte den gesellschaftlichen Nutzen an erste Stelle setzen, gleichzeitig sollte es aber den gesellschaftlichen mit dem wirtschaftlichen Nutzen vereinen. […] Literatur und Kunst dürfen nicht die Sklaven des Marktes werden, sie dürfen nicht nach Geld stinken. Gute Kunstwerke sollten sowohl ideologischen als auch künstlerischen Erfolg erringen und auf dem Markt erfolgreich sein.

[...]

4. Frage: Der chinesische Geist ist die Seele sozialistischer Literatur und Kunst

[…]

Jede Zeit ist von ihrem Geist geprägt. Um den chinesischen Traum zu verwirklichen, müssen wir den chinesischen Weg gehen, den chinesischen Geist hochhalten und die nationalen Kräfte bündeln. Die zentralen Werte sind der geistige Anknüpfungspunkt für ein Volk, sie sind die gemeinsame moralische und ideologische Basis eines Volkes. Wenn solch gemeinsame zentrale Werte fehlen, dann fehlt einem Volk, einem Land der Rückhalt. Warum konnte das chinesische Volk über Tausende Jahre bestehen und sich weiterentwickeln? Ein wichtiger Grund dafür ist, dass das chinesische Volk eine ungebrochene geistige Kontinuität aufweist.

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Wir müssen die sozialistischen Kernwerte in der Gesellschaft hochhalten und sie praktizieren, damit sie wie die Luft alles erfüllen und sie das gemeinsame Wertestreben des Volkes bestimmen, damit sie in unserem Leben die für uns Chinesen typische geistige Stütze bilden und die selbstverständliche Richtschnur fürs Handeln der Menschen werden.

[...]

Literatur und Kunst formen unsere Seele, die Kulturschaffenden sind „Seelen-Ingenieure“. Gute Kunstwerke sollten wie das Licht am blauen Himmel sein, wie die Brise im Frühling. Sie sollten das Denken beflügeln, die Herzen wärmen und das Leben der Menschen formen und so Hoffnungslosigkeit vertreiben. Die Kulturschaffenden im weitesten Sinn des Wortes müssen die sozialistischen Kernwerte in ihrer Literatur und Kunst hochhalten, sie müssen die Verantwortung erkennen, die auf ihnen lastet, sie müssen diese Werte anschaulich, lebendig in ihren Arbeiten verkörpern. Sie müssen durch lebensnahe Bildern den Menschen sagen, was zu bejahen und was abzulehnen ist.

[…]

Der grundlegendste dieser Werte ist der Patriotismus. Die Literatur- und Kunstschaffenden müssen den Patriotismus zur Hauptmelodie ihrer Werke machen und so das Volk anleiten, eine korrekte Sicht auf die Geschichte, die Nation, die Kultur zu gewinnen, und sie in ihrer Entschlossenheit, Chinesen zu sein, bestärken.

[...]

Damit unsere sozialistische Kultur sich weiterentwickeln kann, müssen wir sorgfältig die besten ausländischen Werke studieren. Wir müssen das Fremde für China nutzen, wir müssen innovativ sein, Westliches und Chinesischen verbinden. Nur dann kann unsere Literatur und Kunst sich besser weiterentwickeln.

[…]

Die fünfte Frage: Die Rolle der Partei in der Kulturarbeit stärken

Die Parteikomitees müssen Literatur und Kunst als wichtigen Punkt auf ihre Agenda setzen und die Richtlinien der Partei zu Literatur und Kunst gut umsetzen und die korrekte Ausrichtung der Literatur- und Kunstentwicklung beherrschen. Es müssen starke Führungspersönlichkeiten für die Literatur- und Kunsteinheiten bestimmt werden, die sich mit den Kunstschaffenden identifizieren. Es muss die kreative Individualität und die kreative Arbeit von Kunstschaffenden wertgeschätzt werden; sie müssen politisches Vertrauen aufbringen, das künstlerische Schaffen aktiv unterstützen und so ein Umfeld schaffen, das sich positiv auf Literatur und Kunst auswirkt.

[…]

Wir müssen durch vertiefte Reformen, immer bessere Maßnahmen und ein gesundes System die Bedingungen dafür schaffen, dass ständig herausragende Werke entstehen und exzellente Künstler sich entfalten können.

Besonderes Augenmerk müssen wir der Kunstkritik schenken und sie stärken. Die Kritik ist ein Spiegel für das künstlerische Schaffen.

[...]

Mit der marxistischen Kunsttheorie als Leitschnur müssen wir das wertvolle Erbe der klassischen chinesischen Kunstkritiktheorie weiterführen, die westliche Kunsttheorie kritisch einsetzen und so das „Schwert“ der Kritik schleifen. Bei der Kritik von Werken müssen wir vom Standpunkt der Geschichte, des Volkes, der Kunst und Ästhetik ausgehen und beim Einschätzen der Qualität eines Werkes wagen, die Wahrheit zu sagen und schlechte Arbeiten auch als solche zu benennen. Bei Disputen müssen wir es wagen, Stellung zu beziehen und für Wahrheit und Vernunft einzutreten, auf dass die Kunstkritik sich in einem gesunden Umfeld entfalten kann.

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