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Digital Communities 2004–2014

Von 2004 bis 2014 habe ich für Prix Ars Electronica die Kategorie “Digital Communities” kuratiert, in der es um die soziale Dimension des Netzes geht: “Die Kategorie Digital Communities ist offen für politische, soziale, künstlerische und kulturelle Projekte, Initiativen, Gruppen und Szenen aus aller Welt, die mit dem angemessenen Einsatz digitaler Technologie gesellschaftliche Initiative ergreifen und soziale Verantwortung beweisen. Sie wendet sich an InitiatorInnen und BetreiberInnen von Communities ebenso wie an die EntwicklerInnen relevanter Technologien und würdigt Beiträge, die der Verbreitung und Etablierung sowie dem Verständnis und der Erforschung von Digital Communities dienen”, heißt es in der Ausschreibung dazu.

Das war eine faszinierende Aufgabe. Ein Aspekt dabei war es, die westliche Sicht zu erweitern auf Projekte, die sonst nicht auf unserem Radar stehen, also auch Projekte z. B. aus Afrika oder Asien einzubeziehen – was sich auch an der Zusammensetzung der Jury bzw. an der Buntheit der Berater, unseres International Advisory Board – ablesen lässt.

2014 entstand in Gesprächen mit zwei Juroren – Ian Banerjee, ein sehr wienerischer Inhaber eines indischen Passes – und Kazuhiko Washio aus Japan die Idee, einmal auf diese Jahre zurückzublicken und Bestandsaufnahme vorzunehmen, auch mit der Idee, dass so eine komprimierte Darstellung von Projekten vielleicht für japanische Gruppen inspirierend sein könnte, denn Washios Gefühl nach bestünde hier großer Nachholbedarf. Ian beschreibt die Genese unseres Projekts: “The idea for this publication was born a day after the Prix Ars Electronica jury meetings in May 2014 when we were sitting with jury member Washio Kazuhiko on a fine spring evening at Café Palmenhaus in Vienna. We’re not sure if it was the intensity of the jury deliberations of the previous days or the serenity of the surrounding imperial urban garden that inspired us, in any case, it was on that evening that we felt a strong obligation to do something with the wealth of knowledge Prix Ars Electronica had collected about digital communities in the last years. It didn’t take long to make up our minds to edit a book about it – with or without funds. After getting an enthusiastic response from Gerfried Stocker, head of Ars Electronica, we embarked on the project.”

Das Ergebnis unserer Arbeit – Digital Communities 2004–2014. Selected Projects from Prix Ars Electronica – schöpft aus der Fülle an Projekten der Kategorie “Digital Communities” des Prix Ars Electronica und gibt Einblick in die Vielfalt vom Communities in der digitalen Welt. Die Publikation umfasst Texte von Howard Rheingold, Joichi Ito und André Lemos, Kommentare der Jury zu den Gewinnerprojekten, Interviews mit ausgewählten Projekten, die deren Entwicklung sichtbar machen, sowie eine “Keyword-Wolke”, die die Komplexität des Ökosystems digitaler Gemeinschaften deutlich macht.

Hier ist der Link zum Download: Digital Communities 2004–2014

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