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Beijing: Smart City 2013 – International Design Exhibition

Die zentrale Ausstellung der Beijing Design Week 2013 ist “Smart City 2013″ im CMoDA (China Millennium Monument Museum of Digital Arts). Die Ausstellung versammelt chinesische und internationale Projekte, die sich aus verschiedenen mehr oder weniger kritischen Gesichtspunkten (gruppiert unter Smart City Public Platform, Smart Living, Smart City) mit dem Komplex “Smart City” und der Rolle, die Design dabei spielen kann, auseinandersetzen.

Die Ausstellung im CMoDA selbst zeigt in ihren drei Teilen Projekte, die sich mit Stadtplanung, Stadtmanagement, Mobilität, Gesundheit und Sicherheit auseinandersetzen – insgesamt 58 Projekte von 40 internationalen Design-Studios und Labs aus 10 Ländern, u. a. BJDW Amsterdam Guest City, The Cloud Collective (NL), ETH Zurich Value Lab (CH), MIT SENSEable City Lab (US), College of Fine Art / University of New South Wales (AU), designaffairs (DE), Nicolas Maigret, Clément Renaud, Lionel Radisson (FR), Cradle (JP), Digital City Engineering Research Center of MOHURD, Information Art & Design Department Tsinghua University, Interactive Beijing, PKU Visualization und Visual Analytics Group, Eastdawn, CIC, NeuroSky, Codoon, etc.

Ars Electronica ist zum zweiten Mal bei einer Ausstellung im CMoDA vertreten – dieses Jahr mit zwei Projekten: GeoPulse – Urban Data (über ein Projekt, das gerade in Fribourg implementiert wird) und GeoPulse – Open Data.

Wie so oft, konnten auch bei dieser Ausstellung die Kuratoren nicht ganz frei agieren:  Projekte, die einen zu sehr gesellschaftsbezogenen Ansatz verfolgten und den Schwerpunkt auf die kollektive Kraft der Bürger legten, konnten nicht ausgestellt werden. Auch die ganz banale Zensur schlug noch am Tag der Eröffnung zu: Beim Projekt “北京交通拥堵地图 Beijing Traffic Congestion Map” der Peking University Visualization and Visual Analytic Group musste der Begriff 拥堵 (Stau) entfernt und durch 流量 (Durchflussmenge) ersetzt werden (im Englisch weigerten sich die KuratorInnen, den Begriff “congestion” durch einen anderen zu ersetzen).

Am 27. September 2013 fand ein eintägiges Symposium zum Thema statt: “The Dao of Being Smart – pilot test learning and prototyping for Smart City”, bei dem chinesische und internationale Sprecher ihre Sicht aufs Thema darstellten. Sehr inspirierend war der Designer und Professor an der CAFA, Fei Jun, der seit Jahren das Projekt Interactive Beijing betreibt und dieses Jahr zum Thema Luftverschmutzung auch eine Konferenz in CMoDA und ein Mentorship-Programm organisiert, aber auch Yuan Xiaoru von Vis@PKU und seinem Konzept der “Visualisierung für die Massen” (ein Wortspiel mit dem aktuellen Revival der Politik der “Massenlinie”).

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