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Taobao setzt auf Open Source

Beim heutigen Open Source Camp in Xindanwei in Shanghai war das Thema Nr 1 der Gespräche zwischen den einzelnen Präsentationen die Tatsache, dass Taobao 淘宝网, das chinesische Gegenstück zu Ebay, das von der Alibaba-Gruppe betrieben wird,  als erste große chinesische Firma ein Open-Source-Projekt launcht http://code.taobao.org. Das erste Projekt auf der Plattform ist TAIR, laut einem der Projektmitarbeiter “a distributed, high performance key/value storage system”, das auf der von Taobao entwickelten Infrastruktur beruht. Außerdem wird Taobao auch zum Linux-Kernel beitragen.

Die  beim Open Source Camp Shanghai beteiligten Developer kamen grade von einem Treffen mit Taobao aus Hangzhou zurück. Für sie ist dieser Schritt ein ganz maßgeblicher, denn damit wird Open-Source-Software quasi salonfähig in China. Bislang wurde zwar in vielen Firmen serverseitig Linux eingesetzt, aber auf dem Desktop hat sich OpenSource-Software nicht durchsetzen können – weil es Windows & Co in China ja auch gratis gibt – Software-Piraterie als das große Hindernis für Open-Source-Software. Die Hoffnung, dass auch andre chinesische Firmen nachziehen werden und damit das Open-Source-Denken mehr Öffentlichkeit bekommt, ist groß bei ihnen.

Außerdem kündigte Xindanwei an, dass es in absehbarer Zeit mehrere Coworking-Spaces nach ihrem Muster in China geben wird, die alle untereinander vernetzt sein werden – und über ein übergreifendes Konto ist  jeweils im nächsten Space ein Tisch zu buchen. Auch das ein weiterer Schritt zu mehr “Openness”…

Noch ein paar Infos zum Thema auf ZDnet Asia.

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